JobEnde – gutes Leben!?

Wenn der Job zu Ende geht, weil der Vertrag ausläuft, der Renteneintritt bevorsteht, die Selbständigkeit beendet wird, aber auch eine Karriere als Sportler oder Künstlerin ihr Ende findet, hat das immer einschneidende Auswirkungen auf Seele und die Lebensführung der Betroffenen.

Identität, speziell bei erfolgreichen Menschen, ist stark geprägt von der Berufsrolle – fällt die weg, ergeben sich eine Menge an neuen Herausforderungen:

Gewürze und Früchte auf einem Markt
Gewürze und Früchte auf einem Markt
Zugehörigkeit

Zugehörigkeit, ein zentrales menschliches Bedürfnis: Insbesondere Führungskräfte haben eine hohe Identifikation mit der Organisation, für die sie arbeiten – wer bin ich dann, wenn ich nicht mehr ManagerIn bei XY bin ? Zu welchen „Teams“ fühle ich mich zukünftig zugehörig ? Diese Frage löst häufig so viel Angst aus, dass manche es nicht schaffen, loszulassen (innerlich oder äußerlich) – siehe Joe Biden.

Anerkennung

Woher beziehe ich meine soziale Anerkennung und meinen Selbstwert, wenn ich nicht mehr beruflich tätig bin ? Viele Menschen spüren nach dem Jobende einen starken Bedeutungsverlust.

Sinn

Wie kann ich meinen Tag mit Sinn füllen? Manche denken, Rente ist wie Urlaub – die meisten sagen „Nach spätestens 3 Monaten ist dieses Gefühl weg!“ und es entsteht ein Vakuum, das die Menschen sinnvoll füllen wollen!

Schicksalsschläge

Älterwerden ist unweigerlich auch mit Schicksalsschlägen wie Krankheit, Verlust des Partners, etc. verbunden – Planungen, wie man die Zeit nach dem Jobende zu verbringen gedenkt, werden dann auch schnell zur Makulatur: D.h. es braucht einerseits eine Idee davon „Wer will ich sein, wenn ich älter bin?“ und gleichzeitig die Flexibilität, diese Idee immer den sich persönlich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen.

Balance

Wie bekomme ich die Balance zwischen aktivem Gestalten und Vertrauen auf den glücklichen Zufall hin: Wir haben mehrere Zukünfte, nicht alles ist planbar, aber auch alles dem Zufall zu überlassen, ist auch unklug.

Autonomie-Zumutung

Die früheren Traditionen und Konventionen darüber, was „Älterwerden“ bedeutet, sind gewichen der Freiheit, sich immer wieder neu entscheiden zu können bzw. zu müssen (Autonomie-Zumutung) – wir haben heute also vielmehr Möglichkeiten, diesen Prozess sehr individuell gestalten zu können – vielfach ist das (auch) beängstigend.

Jugendkult

Der Jugendkult wird zur Norm: Fit, flexibel, offen, attraktiv („Die beigen Rentner sterben aus!“). Am Ende wollen und machen alle dasselbe, und den Älteren gelingt es am wenigsten überzeugend.

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen: „Du bist niemals fertig!“ Leistungsanforderungen bis ans Grab. Man will ja noch mitreden und ernstgenommen werden!

Gelassenheit

Gelassenheit ist ja häufig ein großes Ziel im Alter – Loslassen von dem was war, wie kann das gelingen? Und gleichzeitig auch Würdigen, was war, ohne dem nachzutrauern.

…um nur ein paar zu nennen.

Und die positive Seite?

Nicht mehr gezwungenermaßen eingebunden sein in Abläufe, Prozesse, Kalender, Besprechungen, Ergebnisverantwortung , Projekte, Rollen, sondern:

Sie haben die Zeit und die Unabhängigkeit, ein Leben nach Ihren eigenen Vorstellungen zu führen!

Und damit Sie hierauf gut vorbereitet sind, bieten wir verschiedene Formate an, darüber nachzudenken, wie Sie dieses Leben führen wollen!

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